Auf große Resonanz stieß die Kulturtagung der Region Ulstertal in Wüstensachsen. Sie stand unter dem Thema „Jüdisches Leben in der Rhön“.
Einen geschichtlichen Rückblick, der viele Erinnerungen hervorrief, unternahm Margitta Köhler-Knacker in ihrem Vortrag „Die jüdische Gemeinde in Wüstensachsen“. Sie beschäftigt sich seit 1998 mit dieser Thematik und entwickelte mit Hilfe eines Rundgangs durch das Dorf, wie sehr jüdische Mitbürger integriert und wie schrecklich ihre Vernichtung war. Gerade ihre Begegnung mit Zeitzeugen wie Alfred Gruenspecht, der in New York lebte, zeigte, wie geschichtliche Aufarbeitung mit Versöhnung verbinden werden kann.
Das Thema „Jüdische Friedhöfe in Unterfranken“, verbunden mit dem Heimatbegriff, griff Lothar Mayer aus Nürnberg auf. Friedhofskultur sei Ursprung der Kultur überhaupt, erläuterte er und machte dies an den verschiedenen Formen der Erinnerung bzw. Totenriten anschaulich fest.
Von Bernd Müller-Strauß

Der Milseburgweg wurde in den letzten 3 Jahren gründlich überarbeitet und wurde jetzt vom Deutschen Wanderverband als "Qualitätsweg Wanderbares Deutschland" ausgezeichnet.
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