Extratouren zum HOCHRHÖNER bereits zum dritten Mal überprüft

Bereits zum dritten Mal in Folge hat das Deutsche Wanderinstitut 20 Extratouren zum HOCHRHÖNER begutachtet. Alle können auch weiterhin den Titel „Premiumweg" tragen. Die Extratour „Guckaisee" wurde vor einigen Monaten sogar als „Deutschlands schönster Wanderweg 2014" nominiert. Noch bis zum 31. Juli kann darüber im Internet unter www.wandermagazin.de abgestimmt werden.

„Bei der Nachzertifizierung der Rhöner Extratouren wurden für jeden Kilometer Wegstrecke insgesamt 200 Merkmale erfasst und bewertet. Im Vordergrund stehen dabei das Wegeformat, die Landschaft und das Wanderleitsystem. Vereinfacht gesagt sollen mit der Zertifizierung möglichst viele Aspekte des Wandererlebnisses in Zahlen erfasst und vergleichbar gemacht werden", sagt der Koordinator für das Wanderweltprojekt und den Rhönradweg der Regionalen Arbeitsgemeinschaft (ARGE) Rhön, Thomas Lemke.

40 Erlebnispunkte muss ein Rundwanderweg mindestens erreichen, wenn er sich „Premiumweg" nennen möchte. Die Extratour „Hochrhöntour" im Naturschutzgebiet „Lange Rhön" erzielte bei der Zertifizierung der Rhöner Extratouren mit 75 Punkten den höchsten Wert, gefolgt von der Extratour „Point-Alpha-Weg" bei Geisa mit 68 Punkten.

Elfriede Fey vom Zweigverein Fulda bei der Markierung der Mühlentour

An der Pflege der Extratouren wirken jährlich mindestens 50 Personen mit. Der Rhönklub übernimmt in diesem Zusammenhang die Markierung der Extratouren – 2013 wurden insgesamt 638 Stunden ehrenamtliche Arbeit seitens der Wegewarte investiert. Eine von ihnen ist Elfriede Fey vom Rhönklubzweigverein Fulda. Sie ist gleichzeitig die Regionswegewartin für den südlichen und westlichen Teil der Hessischen Rhön und betreut die Extratour „Mühlentour", die im Jahr 2007 eröffnet wurde. Die Mühlentour führt  westlich von Fulda durch die Randbereiche des „Gieseler Forstes". Sie bietet auf 20 Kilometer Geschichte und Natur sowie die Möglichkeit, an verschiedenen Stellen einzukehren. Landschaftlich reizvoll sind das Siebenbrunnental im Süden und das Wiesental der Kalten Lüder, in denen die drei Mühlen Sieberz-, Zwick- und Hessenmühle und die Wallfahrtskapelle Kleinheiligkreuz liegen.

Neben dem Rhönklub sind der Naturpark Hessische Rhön sowie der Naturpark Bayerische Rhön an der Wegepflege beteiligt. Beide Einrichtungen kümmern sich um die Wegweiser und Rastplätze und mähen die Strecken bei Bedarf. In der Thüringer Rhön übernehmen diese Arbeiten die Städte und Gemeinden. Unterstützung erfahren sie dabei vom Forstamt Kaltennordheim, das beispielsweise den HOCHRHÖNER in seinem Einzugsgebiet mäht, und von der „Neuen Arbeit Thüringen" aus Meiningen.

Bis zur nächsten Zertifizierung im Jahr 2016, sagt Thomas Lemke, soll die Beschilderung der Extratouren komplett erneuert werden. Letztes Jahr wurde damit bereits an den Extratouren „Point-Alpha-Weg" und „Vorderrhönweg" in Thüringen begonnen. Aktuell werden die Extratour „TourDeNatur" bei Bad Salzschlirf sowie die Extratour „Museumstour" bei Fladungen mit neuen Wegweisern versehen. Die neuen Wegweiser enthalten genauere Entfernungsangaben sowie zusätzliche Hinweise zu Aussichtspunkten oder Gastronomie. Darüber hinaus vernetzen sie die Extratouren viel besser als bisher mit dem übrigen Wanderwegenetz in der Rhön, schätzt Lemke ein.

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