Heidelstein – Gedenkstätte

Mahnmal und Ort für bedenkswerte Aussagen

Am 28. Oktober 1923 weihte der Rhönklub in einer zweistündigen Feierstunde sein Heidelsteindenkmal ein. Es sollte eine Gedenkstätte für die Toten des Ersten Weltkrieges werden. Auf der Hauptversammlung in Schweinfurt wurde 1923 u.a. beschlossen, zweihundert Mark für die Einrichtung des Gefallenendenkmals zu verwenden. In der Zeitschrift des Rhönklubs heißt es dann: „Am Rande eines kleinen Felsenmeeres errichtete man ein steinernes Kreuz auf einem massiven Basaltblock, der die Inschrift trägt: DEN GEFALLENEN BRÜDERN DES RHÖNKLUBS.“

Die Gedenkstätte war hauptsächlich auf Betreiben von Rhönvater Karl Straub angelegt worden, dem nach seinem Tod 1949 an gleicher Stelle ein Gedenkstein gesetzt wurde.

Alljährlich findet seit der Errichtung des Ehrenmales am 3. Septembersonntag die Totengedenkfeier des Rhönklubs statt, die zu einem festen Bestandteil im Jahresprogramm geworden ist. Auch nach dem Zweiten Weltkrieg besteigen alljährlich tausende Rhönfreunde den herbstlichen Heidelstein und gedenken in würdevoller Feierstunde der Toten des Klubs. Redner mahnten in der Vergangenheit auch immer wieder zum Weltfrieden und erinnerten an die Folgen eines von Deutschland angezettelten Zweiten Weltkrieges, an die verlorene Heimat im Osten und an jene Grenze, die mehr als 40 Jahre deutsche Heimat trennte.

Ein Kreuz aus dem Stahldraht des Grenzzaunes erinnert seit 1991 an die Überwindung der deutschen Spaltung in Frieden und Freiheit. Der Künstler Waldo Dörsch aus Oberweid hat es gestaltet, der Dichter Josef Kuhn aus Burgwallbach die Inschrift verfasst: „Du Kreuz aus dem Draht des Grenzzauns, sei Du uns Mahnung unsäglichen Leidens und Symbol der Dankbarkeit für Freiheit und Einheit aller Deutschen“.

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